Hintergrund
Das Fach Mathematik löst bei vielen Schüler*innen Ängste aus, die ihre Prüfungsleistungen negativ beeinflussen können
(Barroso et al., 2020).
Viele Kinder und Jugendliche zeigen zudem seit Beginn der COVID-19-Pandemie verstärkt geminderte Lebensqualität sowie Symptome von Angst und Depression. Die Belastungen der Schüler*innen haben daher zugenommen.
"Wir möchten Schüler*innen Werkzeuge vermitteln, um mit der Belastung „Prüfungsangst“ umzugehen, diese zu reduzieren und damit eine Erleichterung zu verschaffen."
Im Rahmen dieses Projektes führten Dr. Barbara Schmidt und M.Sc. Luisa Schröder im Jahr 2021 eine Pilotstudie durch. Es konnte gezeigt werden, dass sich die Mathematik-Leistung von Schüler*innen (N=10) der gymnasialen Oberstufe durch die hypnotherapeutische Audio-Intervention signifikant verbesserte (p=.02, Cohen's d=.9).
Wir möchten nun weitere Untersuchungen mit derselben hypnotherapeutischen Audio-Intervention durchführen.
Ablauf der Studie
Wir möchten zu zwei Mathetests (schriftlicher Leistungsnachweis oder Klausur) im Rahmen des Mathematikunterrichts in die Schulen kommen. Vorab erhalten die Schüler*innen sowie deren Eltern (sofern minderjährig) ein detailliertes Informations-Schreiben und Einwilligungserklärungen. Dazu werden wir zusätzlich den Fragebogen SIMA (Single Item Math Anxiety Scale; Núñez-Peña, et al. 2013) aushändigen, der spezielle Mathematik-Angst misst. Den Rücklauf dieser Unterlagen koordinieren wir mit den Lehrer*innen. Die Schüler*innen schreiben einen Mathematik-Test vor und einen Mathematik-Test nach der Intervention. Direkt vor jedem Test erfassen wir die Zustandsangst mit dem STAI-State (Spielberger et al., 1970). Als physiologische Maße der Prüfungsangst messen wir direkt vor jedem Test den Puls der Schüler*innen und ihre Atemzüge pro Minute. Der dafür benötigte zeitlichen Aufwand beläuft sich auf 5-10 Minuten. Als Leistungsmaß möchten wir die erzielten Notenpunkte der Schüler*innen in den jeweiligen Mathematik-Tests verwenden.